Im Untersuchungszeitraum tauchten insgesamt 46 neue mobile Schädlingsfamilien auf, die 549 Modifikationen in sich vereinten. Neben klassischen SMS-Trojanern wurde im Jahr 2010 der erste mobile Trojaner für verschiedene Plattformen entdeckt (Trojan.WinCE.Terdial.a), der das Gerät zwingt, eine internationale, kostenpflichtige Nummer zu wählen. Weiterhin tauchte ein iPhone-Wurm (Net-Worm.IphoneOS.Ike.b) auf, der von Cyberkriminellen für zielgerichtete Phishing-Attacken auf Kunden einer holländischen Bank eingesetzt wurde. Neu war auch ein mobiler Trojaner für Symbian (Trojan-Spy.SymbOS.Zbot.a). Mit dessen Hilfe umgingen Cyberkriminelle die SMS-Authentifizierung von Online-Banking-Kunden. Bereits in den vergangenen Wochen zeichnete sich ab, dass Smartphone-Nutzer mit dem Betriebssystem Android künftig vermehrt im Fokus der Cyberkriminellen stehen werden [2].
Denis Maslennikov, Senior Malware Researcher bei Kaspersky Lab, geht in seiner aktuellen Analyse zudem davon aus, dass eine ganz neue Zielgruppe künftig von mobilen Bedrohungen betroffen sein könnten: „Man sollte die Tablet-PCs beim Thema mobile Malware nicht außer Acht lassen. Da man mit diesen leichter Dokumente bearbeiten, besser Filme ansehen und dabei genau so bequem wie mit Smartphones ins Internet gehen kann, werden Tablets bei Nutzern immer beliebter.“
Denis Maslennikovs komplette Analyse „Virologie mobiler Geräte, Teil 4“ ist verfügbar unter http://www.viruslist.com/de/analysis?pubid=200883731
[1] Quelle: www.bitkom.org/de/presse/8477_67381.aspx
[2] Quelle: www.securelist.com/en/blog/11222/Malware_in_the_Android_Market_part_3







