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05.11.2013

Android-Trojaner phisht nach Finanzdaten

„Svpeng“ attackiert russische Bankkunden und könnte sich bald auch in Deutschland verbreiten

Moskau/Ingolstadt, 05. November 2013 - Kaspersky Lab hat eine neue gefährliche Funktionalität beim aktuell aktiven Android-Trojaner „Svpeng“ entdeckt [1]. Das mobile Schadprogramm hat es via Phishing auf Finanzdaten abgesehen. „Svpeng“ attackiert derzeit Kunden russischer Banken. Allerdings könnte dies nur ein Testballon für weitere Einsatzgebiete sein. Denn der Trojaner überprüft nach dem Neustart eines infizierten Smartphones die im Betriebssystem eingestellte Sprache und scheint demnach an Anwendern in Deutschland, den USA, der Ukraine und Weißrussland interessiert zu sein.

Der mobile Schädling, den Kaspersky Lab unter dem Namen „Trojan-SMS.AndroidOS.Svpeng“ führt, tauchte bereits vor drei Monaten auf. Kaspersky Lab kennt derzeit 50 Modifikationen von „Svpeng“. Kaspersky Internet Security for Android [2] konnte bis zum heutigen Zeitpunkt 900 versuchte Installationen des Trojaners verhindern.

„Svpeng“ verbreitet sich via SMS-Spam und verwendet das Android-Standard-Tool Device Administrator, um nicht von mobilen Antivirus-Produkten entfernt werden zu können. Der Trojaner hindert infizierte Nutzer daran, den Device Administrator zu deaktivieren, indem er eine zuvor unbekannte Schwachstelle in Android ausnutzt. Über die selbe Methode verhindert „Svpeng“, dass das Smartphone auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt werden kann. Kaspersky Internet Security for Android ist jedoch in der Lage, den Trojaner vom betroffenen Gerät zu entfernen.

„Svpeng“ stiehlt Banking-Account- und Kreditkartendaten

Ist ein Smartphone infiziert, kann „Svpeng“ die folgenden Aktionen ausführen, um sensible Daten zu stehlen:

  • Öffnen die Kunden einer der größten Banken Russlands ihre Bank-App, ersetzt der Trojaner das geöffnete Fenster mit einem eigenen Phishing-Fenster, um Login-Daten und das Passwort für das Online-Banking-System des Nutzers zu stehlen. Die Daten werden dann direkt an die Cyberkriminellen geschickt.
  • Zudem kann „Svpeng“ über eine ähnliche Methode Kreditkarteinformationen stehlen. Der Trojaner überprüft, ob auf dem Smartphone Google Play aktiv ist. Wenn der infizierte Nutzer das Programm ausführt, wird ihm ein Fenster über dem Google-Play-Fenster angezeigt. Gibt der Nutzer seine Kreditkarteninformationen ein, werden diese direkt an die Cyberkriminellen geschickt.

 Was bringen die neuen Sicherheits-Features bei Android 4.4?

Mit Android 4.4 – der jüngsten Version des Android-Betriebssystems – wurden zwar neue Sicherheitsfunktionen mitgeliefert, die unter anderem bei der Verwendung digitaler Zertifikate so genannte „Man-in-the-Middle-Attacken“ besser identifizieren und das Rooten von Android-Smartphones erschweren.

Laut Kaspersky Lab liefern die neuen Sicherheitsfunktionen in Android 4.4 allerdings nur eingeschränkt verbesserten Schutz vor mobilen Schädlingen [3]. Denn die meisten Malware-Infizierungen bei Android-Geräten erfolgen nach wie vor über mit Schadcode präparierte Apps, die von den Nutzern in nicht offiziellen App-Stores von Drittanbietern heruntergeladen werden.

98 Prozent der mobilen Schädlinge attackieren Android

Kaspersky Lab kennt derzeit 750 mobile Malware-Familien und insgesamt 143.075 Modifikationen mobiler Schädlinge. Fast 98 Prozent der mobilen Schädlinge zielen auf Android.

 

Ein englischer Blogbeitrag zum Thema „Speng“ kann unter http://www.securelist.com/en/blog/8138/The_Android_Trojan_Svpeng_now_capable_of_mobile_phishing abgerufen werden.

 

 

[1] http://www.securelist.com/en/blog/8138/The_Android_Trojan_Svpeng_now_capable_of_mobile_phishing

[2] http://www.kaspersky.com/de/android-security

[3] http://www.securelist.com/en/blog/208214116/Android_4_4_arrives_with_new_security_features_but_do_they_really_matter

 

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