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16.02.2012

Mehr Gefahren für mehr mobile Nutzer?

Moskau/Ingolstadt, 16. Februar 2012 – Die neue mobile Welt wird auf dem Mobile World Congress vom 27. Februar bis zum 1. März 2012 in Barcelona gefeiert, denn Smartphones, Laptops und Notebooks sind „in“ – stationäre PCs eher „out“ [1]. Dies bestätigen aktuelle Daten des Branchenverbands BITKOM, nach denen im Jahr 2012 in Deutschland zum ersten Mal mehr Smartphones als herkömmliche Handys verkauft werden. Damit macht die „smarte“ Geräteklasse 55 Prozent aller in Deutschland verkauften Handys aus und kommt auf 76 Prozent des Mobiltelefon-Umsatzes. Ebenfalls im Trend liegen Tablet-Computer, deren Absatz laut BITKOM in diesem Jahr um 29 Prozent auf 2,9 Millionen Geräte steigt [2].

Aber nicht nur der Anteil mobiler Geräte, auch die Nutzung des mobilen Internets steigt rasant. Online-Shoppingportale konkurrieren zunehmend mit dem Einzelhandel. In Deutschland hat mehr als ein Drittel aller Besitzer mobiler Geräte schon mindestens einmal mobil eingekauft (36,1 Prozent). Smartphone- und Tablet-PC-Nutzer kaufen auch tendenziell häufiger online ein [3]. Dabei spielen sensible Dienste wie Mobile-Banking eine immer größere Rolle. Marktforscher erwarten, dass sich die Nutzung von Mobile Banking bis 2013 verdoppeln wird. Mobilen Bankgeschäften vom Smartphone aus wird dabei ein ähnliches Potenzial zugetraut wie dem klassischen Online-Banking via PC [4]. Diese Zahlen decken sich mit einer Kaspersky-Umfrage aus dem Vorjahr, laut der über 30 Prozent der Befragten auf ihrem Smartphone Mobile-Banking oder Bezahlsysteme wie PayPal nutzen [5].

Auf was müssen Nutzer sich gefasst machen, wenn ihre Internetnutzung zunehmend auf mobile Geräte wandert? Wie stellt sich derzeit und in Zukunft die mobile Bedrohungslage dar?

Apps als Türöffner
Eine BITKOM-Umfrage hat ergeben, dass mehr als 15 Millionen deutsche Handybesitzer Apps nutzen, im Schnitt sind 17 Programme pro Gerät installiert [6]. Doch sind alle Programme, die wir uns schnell und einfach auf unsere Smartphones herunter laden, auch sauber? Nach Kaspersky-Informationen keineswegs, denn infizierte Apps, zum Beispiel aus dem Android-Marketplace, sind mittlerweile ein Verbreitungsweg, den Cyberkriminelle gerne verwenden. Auch die Verbreitung mobiler Schädlinge über so genannter „Re-bundled"-Apps wird häufig genutzt. Dies bedeutet, dass legale Apps mit Schädlingen infiziert und anschließend über alternative AppStores vertrieben werden. Schädlinge werden aber auch außerhalb von AppStores verteilt, beispielsweise über Webseiten [7].

Android als Ziel Nummer eins
Während Kaspersky Lab im Juli 2011 noch knapp über 200 neue einzelne Schädlinge (Unique Samples) identifizierte, waren es im Dezember 2011 schon fast 1.200. Derzeit sind bei Kaspersky Lab 6.707 einzelne mobile Schädlinge in den Datenbanken verzeichnet. Die meisten davon haben es mit 67 Prozent auf das Betriebssystem Android abgesehen. Auf Platz zwei stehen J2ME (Java 2 Micro Edition) mit über 25 Prozent und auf Platz drei Symbian mit über 5 Prozent. Das iPhone, Windows Mobile und Blackberry werden derzeit nur punktuell attackiert [8]. „Die steigende Verbreitung von Android-Geräten sowie die relativ offene Android-Architektur macht diese Plattform für Cyberkriminelle zu einem interessanten Angriffsziel. Diesen Trend sehen wir auch bei der Anzahl von Android-Schädlingen“, sagt Stefan Ortloff, Virus Analyst bei Kaspersky Lab. Mehr als ein Drittel der Android-Schadprogramme hat es in erster Linie auf den Diebstahl persönlicher Daten der Smartphone-Nutzer abgesehen [9].

Ob mobil oder stationär: Die selben Sicherheitsregeln beachten
Da sich die Funktionalität der Smartphones immer mehr der Funktionalität klassischer PCs annähert, übernehmen laut den Kaspersky-Experten die Malware-Schreiber bei der Erstellung mobiler Schädlinge einfach die Methoden klassischer PC-Malware. So werden SMS-Trojaner eingesetzt, die mit der für PC-Nutzer bekannten Masche von gefälschten AV-Lösungen Smartphones-Nutzer hinter Licht führen möchten. Experten haben vor kurzem auch den ersten Bot für Android entdeckt. Es handelt sich dabei um einen Trojaner, der sich als Sport-App tarnt, teure SMS an Premium-Rufnummern verschickt und ein Botnetz aufspannen könnte.
„Viele PC-Nutzer sind mittlerweile sensibilisiert und beachten einige Sicherheits-Grundsätze wie beispielsweise das regelmäßige Updaten von Anwendungen und Betriebssystem oder die Installation und Aktualisierung einer Sicherheits-Software“, sagt Stefan Ortloff, Virus Analyst bei Kaspersky Lab. „Auch wissen viele PC-User mittlerweile, dass man im Netz immer ein gesundes Misstrauen an den Tag legen und nicht jeden angebotenen Link oder E-Mail-Anhang blind öffnen sollte. Aber vielen Anwendern ist nicht bewusst, dass diese Sicherheitsregeln auch bei Tablet, Smartphone und Co. beachtet werden sollten.“

Vier wichtige Tipps, die mobile Nutzer befolgen sollten, sind hier abrufbar: newsroom.kaspersky.eu/de/texte/detail/article/immer-mehr-mobile-malware-ueber-67-prozent-attackiert-android

Bildmaterial zur mobilen Internetnutzung mit Smartphone und Tablet gibt es hier: newsroom.kaspersky.eu/de/medien/fotos/lifestyle/

Mehr Informationen über die mobilen Sicherheitslösung Kaspersky Mobile Security sind unter www.kaspersky.com/de/kaspersky-mobile-security verfügbar.
Informationen zu Kaspersky ONE Total Security, das neben Schutzprogrammen für Windows-PC und Mac auch Kaspersky Mobile Security für Smartphones und Kaspersky Tablet Security für Android-Tablets enthält, sind unter www.kaspersky.com/de/one zu finden.

[1] Quelle: www.mobileworldcongress.com/event-overview
[2] Quelle: www.bitkom.org/71249_71243.aspx
[3] Quelle: presse.ebay.de/pressrelease/3847
[4] Quelle: www.kpmg.com/Global/en/IssuesAndInsights/ArticlesPublications/consumers-and-convergence/Documents/Consumers-Convergence-IV-july-2010.pdf
[5] Quelle:
newsroom.kaspersky.eu/de/texte/detail/article/kaspersky-mobile-security-auch-fuer-android-und-blackberry/
[6] Quelle: www.bitkom.org/de/presse/8477_71163.aspx
[7] Quelle: www.securelist.com/en/blog/208193306/Android_malware_new_traps_for_users
[8] Quelle: newsroom.kaspersky.eu/de/texte/detail/article/immer-mehr-mobile-malware-ueber-67-prozent-attackiert-android
[9] Quelle: newsroom.kaspersky.eu/de/texte/detail/article/34-prozent-aller-android-schaedlinge-stehlen-persoenliche-daten/

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