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08.11.2013

Teilen ist gleich Teilen?

Zehn Tipps für die Online-Sicherheit von Kindern

Wir alle stehen vor potenziellen Risiken, wenn wir uns im Internet bewegen. Dazu zählen Schadprogramme, Phishing-Betrug oder Spam-Mails. Doch für Kinder kommen noch weitere Gefahren hinzu. Denn Kinder sind noch nicht so erfahren im Umgang mit dem Internet; und dadurch meist weniger vorsichtig beim Teilen von Informationen, beim Antworten auf betrügerische Nachrichten oder beim Klicken auf Links.

Zudem gibt es typische Bedrohungen, die direkt Kinder betreffen. Dazu gehören so offensichtliche Dinge wie Pornografie, Gewaltdarstellungen und Drogen, aber auch Webseiten, die sich mit Selbstverletzung und sogar Selbstmord beschäftigen. Leider sind unpassende Inhalte immer nur ein paar Klicks entfernt: Unerwünschte Inhalte können direkt neben harmlosen Suchergebnissen wie „Benjamin Blümchen“, „Dora“ oder „Wickie und die starken Männer“ auftauchen, die bei Kindern natürlich sehr beliebt sind.

Hinzu kommt: Kinder sind oft Banner-Werbung auf den besuchten Seiten ausgesetzt. Aus welchem Grund? Ganz einfach: Viele Kinder nutzen die Kreditkarte der Eltern, so dass sie zu einem lohnenden Ziel werden. Dabei sind Betrüger, die gefälschte Produkte und Dienstleistungen an Kinder verkaufen wollen, gar nicht das größte Problem – sondern eher die Kinder, die online nach Dingen wie Computerspielen, Büchern und Filmen suchen, aber auch direkt in Programmen und Spielen einkaufen, auf dem Laptop, dem Tablet und dem Smartphone.

Nichts verbergen, alles teilen

Kinder wachsen in einer Kultur des „Alles Teilens“ auf. Soziale Netzwerke erlauben ihnen, das Internet wie den Notizzettel in der Küche zu behandeln – und das tun sie auch. Sie teilen Informationen darüber, wo sie gerade sind, wer bei ihnen zu Besuch ist oder was sie gerade tun – inklusive Fotos und Co. Doch während den Notizzettel in der Küche nur Familienmitglieder und Freunde sehen, kann es sein, dass das bei Sozialen Netzwerken Geteilte von der ganzen Welt gesehen wird. Private Informationen können von Cyberkriminellen genutzt werden, um ein Profil über ein Kind oder einen Teenager zu erstellen, ihr Vertrauen zu erschleichen und ein Treffen in der realen Welt zu arrangieren. Geteilte Fotos können von Gleichaltrigen genutzt werden, sie zu schikanieren oder zu nötigen. Erwachsene erkennen dieses Problem des „Alles Teilen“ meist direkt, doch Kinder sehen das Problem oft nicht – bis etwas schiefläuft.

Technologischer Generationenkonflikt

Eltern sind zwar allgemein erfahrener, allerdings technisch oft weniger gut gebildet. Sie verstehen nicht immer, was mit aktuellen Technologien möglich ist. Kinder haben dagegen mit neuer Technologie keine Probleme, sehen aber dafür die potenziellen Gefahren nicht. Es bildet sich ein so genannter technologischer Generationenkonflikt.

Kinder müssen wissen, dass es auch online Gutes und Böses gibt – genau so wie bei Sicherheit im Straßenverkehr gelehrt wird, nah bei den Eltern zu bleiben.

Überwachen und beraten

Eltern sollten also in die Online-Aktivitäten ihrer Kinder von Anfang an eingeweiht sein, so dass sie die Kinder beraten und ihnen dabei helfen können, ihre eigenen Online-Erfahrungen zu machen und ihr Online-Verhalten zu entwickeln. Natürlich muss dies an das Alter des Kindes angepasst werden. Junge Kinder können die Feinheiten von Online-Gefahren nicht zu hundert Prozent verstehen. Doch sie müssen wissen, dass es auch online „gute“ und „böse“ Seiten gibt. Ähnlich wie wenn ein Kind zu laufen beginnt und mit seinen Eltern in der Stadt unterwegs ist – dann spricht die Familie über Verkehrssicherheit und wie wichtig es ist, dass sich das Kind sich in der Nähre der Eltern aufhält.

Dabei ist es auch wichtig, das Äquivalent von Fußgängerüberwegen bei der Online-Sicherheit zu erklären: Die Nutzung von Sicherheits-Software, um Schadprogramme zu blockieren, die Wichtigkeit des Schutzes von privaten Dingen wie Passwörtern, die Gefahr beim Preisgeben privater Informationen, und so weiter. All dies muss verstärkt und weiterentwickelt werden, während das Kind älter wird.

Hier zehn Tipps von Kaspersky Lab für die Online-Sicherheit von Kindern:

1. Mit Kindern über potenzielle Gefahren sprechen.

2. Eltern sollten sich für die Online-Aktivitäten ihrer Kinder von Anfang an interessieren, so dass dieses Interesse für Kinder ganz normal ist. Kinder werden dann Ratschläge und Tipps eher annehmen.

3. Kinder sollten immer dazu ermutigt werden, über ihre Online-Erfahrungen zu sprechen, vor allem über alles, was sie beunruhigt oder bedroht.

4. Die heutige Alles-Teilen-Kultur ist überall zu finden. Kinder erkennen die Gefahren des übermäßigen Mitteilens nicht so instinktiv wie Erwachsene. Deshalb ist es wichtig, dass potenzielle Probleme des Alles-Teilens klar gemacht werden.

5. Klare Grundregeln hinsichtlich der Online-Nutzung für Kinder sind Pflicht. Eltern sollten ihren Kindern allerdings immer erklären, warum sie diese Regeln aufgestellt haben. Wichtig: Die Regeln sollten über die folgenden Jahre auch an das Alter der Kinder angepasst werden.

6. Eine Kindersicherung, um bestimmte Regeln durchsetzen zu können, hilft: Wie lange (und wann) dürfen Kinder online sein, welche Inhalte und welche Aktivitäten (etwa Chats, Foren, usw.) werden blockiert? Die Filter von Kindersicherungen können für verschiedene Computer-Profile angepasst werden, so dass für jedes Kinder eigene Filter gelten können.

7. Eltern sollten ihre Kinder dazu ermutigen, ihre Privatsphäre-Einstellungen auf Sozialen Netzwerken zu überwachen, so dass geteilte Beiträge nur für bestimmte Personen zu sehen sind.

8. Alltagserfahrung gegen technische Erfahrung: Wahrscheinlich sind vielen Eltern die potenziellen Fallen des Internets bewusst, doch dafür können Kinder vielleicht mit neuen Technologien besser umgehen. Daher sollten Eltern immer den Austausch von Informationen fördern, so dass beide Seiten voneinander lernen können.

9. Computer sollten immer mit einer Sicherheits-Software wie Kaspersky Internet Security – Multi-Device [2] geschützt sein.

10. Andere Geräte nicht vergessen: Auch Smartphones sind Computer! Die meisten Smartphones bieten eine Kindersicherung, und einige Anbieter von Sicherheits-Software bieten Apps, mit denen unpassende Inhalte, Absender von nervigen SMS-Nachrichten und noch viel mehr gefiltert werden können.

 

 

[1] http://www.kaspersky.com/de/internet-security

[2] www.kaspersky.com/de/multi-device-security

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